Winterzeit – Vorbereitungszeit

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Nachdem im Herbst dann auch Michel von Island zurück kam, liessen wir es uns zuerst einmal gut gehen Zuhause und genossen das Wiedersehen. Doch mit der kalten Winterzeit begannen für uns auch bald wieder die Vorbereitungen für die zweite Etappe.

Michel konnte zwar schon auf dem Rückweg in Deutschland einige Reparaturarbeiten am Pinzgauer erledigen, dennoch hatten wir hier eine lange Liste erstellt, was es sonst noch alles zu tun gibt. Leider mussten diese Arbeiten jedoch noch etwas warten, da wir keine Einstellhalle oder Werkstatt hatten und alle Reparaturarbeiten am Fahrzeug draussen machen mussten. Und dafür war es anfangs Jahr einfach noch zu kalt.

Also erledigten wir zuerst einmal den Papierkram.

Für die Versicherungen bei der Helvetia trafen wir uns Ende Januar mit unserem Versicherungsberater Herrn Alain Titz. Er hatte nach einem kurzen Telefonat schon alle Dokumente vorbereitet für uns. So mussten wir nur noch ein Formular ausfüllen, konnten noch zwei kleinere Fragen klären und setzten dann unsere Unterschriften. Und schon war das Thema erledigt. Vielen Dank an Herrn Titz, für ihre grossartige Arbeit und Unterstützung!

Die Auslandkrankenversicherung wollten wir auch dieses Jahr wieder bei der Hanse Merkur abschliessen. Da sich unserer Reiseroute etwas verändert hatte, taten wir dies diesmal in Deutschland und nicht wie letztes Jahr in Österreich. Auch die Dauer hatte sich etwas verlängert. Damit wir auf der sicheren Seite sind und nicht irgendwann im Ausland die Versicherung mühsam verlängern müssen, haben wir beschlossen, die Versicherung für 18 Monate abzuschliessen. Für den Fall, dass wir früher zurück kommen, können wir einfach die Versicherung auflösen und die bereits gezahlten Prämienbeiträge zurück fordern.

Auch die unterjährige Steuerklärung hatten wir dann schnell erledigt, da wir ja vom letzten Jahr her schon einige Erfahrungen gesammelt hatten. Nach einigen kurzen Telefonaten waren dann auch alle Unterlagen für letztes und dieses Jahr in der Post. In wenigen Tagen hatten wir alles ausgefüllt und konnten die Steuererklärungen beim Steueramt abgeben. Gleich darauf wechselten wir das Gebäude und erhielten die Abmeldebestätigung der Gemeinde. Mit dieser ging es dann auch gleich weiter zur Krankenversicherung, um uns dort auch abzumelden. Auch dies klappte problemlos und liess und aufatmen.

Neben diesen Formalitäten mussten wir uns auch wieder mit unserer Route auseinander setzen. Da wir dieses Jahr sehr viele Länder durchreisen und entdecken möchten, mussten wir uns gut vorbereiten. Besonders wenn es um die Länder geht, die nicht zur Europäischen Union dazu gehören, wie z.B. Weissrussland und Russland. Hierfür mussten wir uns über die aufwendigen Einreisebestimmungen und die notwendigen Dokumente informieren und diese auch organisieren. Ein zeitaufwendiges und auch etwas kostspieliges Unterfangen, deshalb haben wir uns auch gleich zu Beginn des neuen Jahres damit befasst. Für die Einreise in diese Länder braucht es nämlich nicht nur ein Visum, sondern auch noch eine Einladung. Und diese zu bekommen ist gar nicht so einfach, wenn man es selber machen möchte. Aber klar auch hierfür gibt es eine Agenturen und netten Menschen die einem gegen eine Gebühr das erledigen. Hierzu gibt es aber bald einen eigenen Beitrag =)

Die Routenvorbereitungen gestalteten sich dieses Mal auch etwas Zeitintensiver, da es im Ganzen rund 12 Länder sein werden, die wir besuchen möchten. Die genaue Routenplanung findet ihr hier. Um überall gut abgesichert zu sein und in Notfällen richtig reagieren zu können, haben wir uns eine Liste aller wichtigen Telefonnummern für Polizei, Ambulanz und Feuerwehr zusammen gestellt. Viele Länder setzen schon auf die Europäische Notrufzentrale, welche über die Nummer 112 zu erreichen ist. Manche jedoch haben noch eigene Rufnummern und diese mussten wir aufwendig im Internet zusammen suchen. Die aktuelle Liste der Notrufnummern findet ihr hier.

Neben diesen wichtigen Nummern und Adressen haben wir uns natürlich auch über die verschiedenen Länder informiert. Wir wollen schliesslich etwas sehen und erleben. Auch wenn wir relativ frei und spontan unterwegs sein werden, kann es nicht schaden, einige Fixpunkte zu notieren. Wäre ja schade, wenn wir aus Unwissenheit an einer unglaublich schönen Burg oder Stadt nur wenige Kilometer daneben vorbei fahren würden. Deshalb haben wir uns auch über einige Sehenswürdigkeiten informieren und diese als Fixpunkte für unsere digitalen Karten vorbereitet. Die Karten hat Michel in stundenlanger Rechnerlaufzeit schon vorbereitet. Mit was wir Navigieren könnt Ihr bald in einem nächsten Blog-Beitrag lesen =)

Vor unserer Abreise im April wollten wir noch einmal auf das letzte Jahr und unsere erste Etappe zurück schauen. Darum haben wir anfangs März eine Fotoshow für alle Verwandte und Bekannte durchgeführt bei der wir Fotos mit lustigen und spannenden Geschichten zeigten. Bei einem leckeren Apéro konnten wir uns dann noch lange verweilen. Es war für uns eine ganz neue Erfahrung und es hat riesen Spass gemacht, mit euch diesen Nachmittag zu verbringen. Vielen Dank an alle Gäste!

Um noch etwas mehr Stauraum zu generieren, habe ich mich im Februar hinter die Nähmaschine gesetzt und noch einige Fächer für im Führerhaus genäht. So können wir nun die grossen Trinkflaschen und viele Kleinigkeiten hinter unseren Sitzen verstauen. Auch das neue Stativ und die Angelrute haben dort ihren Platz gefunden.

Viele kleine und grössere Veränderungen nahmen wir uns für den Pinzgauer vor, um ihn noch wohnlicher zu machen. So erhielten z.B. unsere Kleiderfächer noch kleine Abteilungen und unsere Innenwand ein tolles selbst gestaltetes Wandbild.

Und als es dann endlich wärmer wurde, ging es an die grossen Reparaturen am Pinzgauer. Neben den üblichen Servicearbeiten mussten die Bremsen der Hinterachse gewechselt werden, zudem sämtliche Bremsschläuche und Räder. Auch eine ziemlich aufwändige Reparatur an der mittleren Achse wegen eine lecken Dichtung für wenige Euros war zu erledigen. Den Container mussten wir noch kurz abnehmen, da wir hinten am Führerhaus noch eine lange Kit-Fuge ziehen mussten, damit das Führerhaus nun endlich dicht ist. Michel revidierte den Zündverteiler, da er gegen Ende seiner Reise in Island immer wieder Probleme damit hatte. Auch die Wasserleitungen mussten nun nach jahrelangem Gebrauch ersetzt werden. Gruselig wie teils die alten aussahen. Dann gab es natürlich noch haufenweise Kleinigkeiten, die ersetzt, geputzt oder sonst wie bearbeitet werden mussten.

In gut 1 ½ Wochen Vollzeit Arbeit hatten wir dann alle Punkte durch und es konnte ans Packen gehen. Auch dafür brauchten wir noch mehrere Tage benötigt, da wir dieses Mal ja um einiges mehr an Material dabei haben.

Doch nun sind wir bereit für die Abfahrt und freuen uns unglaublich auf unsere neuen Abenteuer, auf viele tolle Begegnungen und aussergewöhnliche Erlebnisse!

Kommt mit uns auf diese Tour durch Europa !

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  1. Klauser Georg

    Hallo zusammen!
    ich freue mich für Euch und bin auch ein bisschen neidisch…. ;-)) bin gespannt auf Euere Geschichten und Erzählungen von Euerem neuen Abendteuer!
    Liebe Grüsse Georg

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