Wien – Zwischen Kaiser & Grossstadt

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Nach der idyllischen Ruhe der „Buckligen Welt“ stürzten wir uns ins rege Treiben von Wien, der Hauptstadt von Österreich. Unser YellowOne durfte sich bei einem Kollegen etwas ausserhalb für eine ganze Woche ausruhen, während wir genau das Gegenteil taten und mehrere Ausflüge in die Stadt machten und uns ins Getümmel warfen. Genau so, wie es hier tausende von anderen Touristen täglich eben so machen. Natürlich verbrachten wir zuerst einmal einige Zeit lang im Touristenbüro, wo wir uns einen Plan für die nächsten Tage zurecht legten. Wien hat weiss Gott wie viele schöne alte Bauwerke und Attraktionen, da sollte man sich schon ein wenig vorbereiten, was man alles ansehen möchte. Wir haben uns eine ganze Woche Zeit genommen und trotzdem nur einen Bruchteil der Stadt gesehen. Da ist für jeden Geschmack was dabei.

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Natürlich standen einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten wie z.B. Prater, der Stephansdom, die Hofburg und das Hunderwasserhaus auch auf unserer Liste. Das Schloss Schönbrunn liessen wir gezielt aus, da wir ja schon in Graz das Schloss Eggenberg besucht hatten, welches ja die Kleinausgabe des Schlosses Schönbrunn darstellt. Zudem schauten wir uns noch das etwas weniger frequentierte Folter-Museum an, welches die Abgründe der menschlichen Grausamkeit der letzten Jahrhunderte aufzeigt. Danach stand noch die königliche Schatzkammer auf dem Plan, welche neben vielen Juwelen und anderen Dingen aus Gold auch diverse alte königliche Kleidungsstücke und Reliquien der Geistlichen ausstellt.

 

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Beim Hundertwasserhaus trafen wir dann noch Bea und Urs, Freunde aus der Schweiz. Urs erzählte uns, dass vor gut 20 Jahren bei seinem letzten Besuch hier die Farben an den Wänden noch viel intensiver waren und es vor allem noch keine Shops gegeben hat. Heute wird jedoch alles total für die Touristen vermarktet . Auch der Stephansdom ist uns schnell verleidet, da er völlig vermarktet wird und somit für uns seine Andächtigkeit ziemlich verliert. Es gab sogar einen „Dom-Shop“ im Innern und WiFi im gesamten Dom. Für uns komplett unverständlich. Ganz in der Nähe besuchten wir auch noch das TimeTravel, was noch ganz witzig war. Hier wird man multimedial mit Erzählungen, bewegenden Puppen, 5D Kino, usw. in gut einer Stunde durch die Entstehung der Stadt geführt.

 

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Da wir unseren Pinzgauer bei einem Freund ausserhalb der Stadt abstellen konnten, waren wir innerhalb der Stadt meist zu Fuss oder mit dem ÖV unterwegs.

Aber Achtung: Tickets dafür gibt es nur an grösseren U-Bahnstationen oder in den Tabak Läden und am Bahnhof. In den Bahnen selbst und in den Bussen werden keine Tickets verkauft. Wir haben den Buschauffeur kurz gefragt, weshalb das seit Anfang 2018 so ist und er meinte, die Automaten wurden zu oft demoliert.
Ist Wien solch eine böse Stadt?

Auch lohnt es sich, die Preise zu vergleichen. Wie wir feststellten, kostet ein ÖV Ticket für drei Tage gleich viel wie eines für die ganze Woche (Montag bis Sonntag), was sich in unserem Fall wirklich gelohnt hat. So konnten wir dann spontan doch noch länger bleiben als die ursprünglich geplanten 3 Tage.

Auch in Hinsicht des vielfältigen Angebots der Stadt, kam uns dieser Entscheid zugute. Wer nur drei Tage nach Wien fahren will, sollte sich im Vorfeld gut überlegen, auf was man sich begrenzen möchte. Wie schon erwähnt, ist das Angebot der Sehenswürdigkeiten riesig und wenn man sich wirklich für etwas Zeit nehmen möchte, schafft man an einem Tag höchstens zwei Attraktionen (dafür muss man aber schon zeitig aufstehen). Wir haben viele Touristengruppen gesehen, die von ihren Guides in kürzester Zeit durch mehrere Museen geführt wurden. Diese Leute geniessen dann wohl ihre Ferien erst richtig Zuhause vor dem Computer, wenn sie ihre 1000 Fotos anschauen.

Sehr empfehlenswert sind natürlich auch die Sightseeing-Busse, die an praktisch allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei fahren. Mit einem Ticket kann man 24 Stunden lang herum fahren und aus- und einsteigen, wo man möchte. So stellt man sicher, dass man alle Sehenswürdigkeiten der Stadt sicher einmal gesehen hat, wenn auch nur von Aussen.

 

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Im Touristenbüro findet man verschiedene Anbieter, welche Pässe für mehrere Sehenswürdigkeiten anbieten. Auch hier sollte man sich Zeit nehmen und diese genau vergleichen, welches Angebot am Besten zum geplanten Aufenthalt passt. Wir haben uns für den Flexipass entschieden, der nach dem ersten Gebrauch noch 30 Tage gültig ist. Über 30 Attraktionen – unter anderem auch diese Sightseeing Busse – sind beim Flexipass dabei und man kann 3, 4 oder 5 davon für einen Pauschalpreis besuchen. Wir haben uns für das Angebot mit 3 Attraktionen entschieden, was uns dann ungefähr EUR 35.00 pro Person kostete.

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Nach einer ganzen Woche Grosstadt sehnten wir uns jedoch wieder nach der Ruhe der Natur. So verabschiedeten wir uns dann dankend von unserem Freund und machten uns auf den Weg Richtung Tschechien und der Stadt Tabor.

Dort wartet das nächste Abenteuer auf uns. Dann arbeiten wir für eine Woche auf einem Campingplatz.

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