Der Weg zum Russischen Visum

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Unser Weg führt uns weit in den Norden. Auch Russland werden wir mindestens zweimal besuchen und für die meisten ist in diesem Land ein VISA notwendig. Wichtig ist noch zu sagen, dass wir bisher noch nie ein Russisches Visum beantragt hatten.

Es gibt diverse Visa-Typen und auch verschiedene Wege an diese zu kommen.
Das wohl gängigste VISA und mit entsprechenden Buchungen vor Ort auch problemlos selbst zu bekommen, ist das Touristen-Visa für maximal 30Tage mit einmaliger oder zweimaliger Einreise. Doch dies war für unseren Besuch in der Enklave Kaliningrad sowie im sonstigen Russland nicht zweckdienlich. Denn ein Touristen-Visa kann mit wenigen Ausnahmen nur für maximal 30 Tage auf einen vorbestimmten Zeitraum ausgestellt werden. Auch die Zeitdauer und die Begrenzung der Anzahl Einreisen passte nicht. Denn wir reisen nicht nach einem fixen Zeitplan und wissen nicht wann wir wo genau sein werden.

Es gibt folgende Arten von Touristenvisa:

  • einmalige Einreise (max. Aufenthaltsdauer: 30 Tage)
  • zweimalige Einreise (max. Aufenthaltsdauer: insgesamt 30 Tage)

Hinweis: Das zweifache Touristenvisum wird nur ausgestellt, wenn zwischen den beiden Einreisen eine Reise mit einem touristischen Zweck in ein an Russland angrenzendes Land vorgesehen ist und in den Antragsunterlagen ein entsprechender Vermerk vorgenommen ist.

Nach einigen weiteren Recherchen haben wir festgestellt, dass es noch eine Menge andere Arten von Visa gibt, die man beantragen kann.

Eine genauere Beschreibung der möglichen Visa findet man auf der Website der Russischen Botschaft: https://russische-botschaft.ru/de/consulate/visafragen/

Nach längerer Durchsicht haben wir das Geschäfts-Visa entdeckt. Dies würde uns eine mehrmalige Einreisen innerhalb einer gewünschten längeren Periode erlauben. So wären wir komplett flexibel.

Es gibt folgende Arten von Geschäftsvisa bzw. Humanitären Visa

  • für eine Einreise (max. Aufenthaltsdauer 90 Tage);
  • für zwei Einreisen (max. Aufenthaltsdauer insgesamt 90 Tage);
  • für mehrere Einreisen (Gültigkeit von bis zu 5 Jahren mit einem geplanten Aufenthalt von höchstens 90 Tagen pro Zeitraum von 180 Tagen).

Dieses Visa ist jedoch ohne entsprechende Dokumente für einen Privaten ohne weitergehende Kontakte nach Russland schwer zu organisieren. Auch liest man im Internet häufig, dass gewisse Visa nur ausgestellt werden, wenn man vorgängig schon andere, kürzere hatte. Aufgrund dieser Sachlage haben wir uns entschieden, die Visa über eine Agentur zu beantragen, welche sich bestens auskennt.

Uns wurde von verschiedener Seite die Firma Spomer GmbH empfohlen.

Deshalb haben wir uns mit unserem Anliegen ebenfalls an diese Agentur gewendet. Die Fa. Spomer ist ein Konsular- und Reisedienstleister, welche besonders auf Russland und die ehemaligen GUS-Länder spezialisiert ist.
Ich setzte mich also Anfang Jahr mit einer Angestellten der Fa. Spomer per Mail in Verbindung, um Antworten auf all unsere Fragen zu erhalten. Kurz darauf erhielten wir dann auch schnell und kompetent die gewünschten Auskünfte.

Uns wurde für unser Vorhaben dann jedoch ein „Humaitäres-Kulturelles Visa „ empfohlen, welches aber im Bezug auf die möglichen Gültigkeitsdauer und Länge des Aufenthalts identisch ist mit dem Geschäfts-Visa. Das Humanitäre-Kulturelle Visa umschreibt wohl unser Vorhaben des Overlander Reisens doch etwas besser 🙂

Der Prozess zum Erlangen des Visa ist danach doch denkbar einfach. Die Agentur besorgt einem auf Wunsch auch die entsprechend benötigte Einladung. Selbstverständlich würde diese gegen Aufpreis auch das Ausfüllen des Antrages übernehmen. Dies haben wir aber dann doch selbst gemacht.

Der Hauptantrag für das Russische Visa findet man hier: https://visa.kdmid.ru/

Für den Visa-Antrag über die Fa. Spomer benötigt man neben dem ausgedruckten Hauptantrag auch noch einige andere Dokumente:

  • Das „Bestell“-Formular der Spomer GmbH
  • Original-Reisepass (soll mindestens 6 Monate über das Ende der Reise hinaus gültig sein und zwei gegenüber liegende freie Seiten haben)
  • Ausgefüllter und persönlich unterschriebener Visumantrag mit 1 aufgeklebten biometrischen Passbild im Original.

.–> Nach dem Online Ausfüllen kann dieser ausgedruckt werden.

–> Unsere Auslandkrankenversicherung über die Hanse-Merkur funktioniert problemlos für diesen Zweck.
Weitere Infos hierzu findet ihr hier unter Krankenversicherung

  • Die letzte Lohnabrechnung zum Nachweis der Rückkehrwilligkeit
  • Die entsprechende Einladung für das gewünschte Visa, sofern vorhanden. Ansonsten kann dies durch die Spomer GmbH über einer ihrer Partner gegen Aufpreis organisiert werden.

Hat man alle notwendigen Dokumente zusammen, kann das gesamte Bündel an die Agentur geschickt werden. Als Empfangsbestätigung erhält man dann eine detaillierte Rechnung über die gewünschten Leistungen, und falls noch irgendein Dokument fehlt, wird man auch darauf noch hingewiesen. Um alle weiteren Belange auf dem Weg zum Visa kümmert sich die Agentur.

Dann hiess es: Hoffen, dass bei der Botschaft alles rund läuft und man das Visa ausgestellt erhält. In unserem Fall haben wir gehofft, dass die Berichte im Internet nicht stimmen und wir ein 6-Monate Visa erhalten ohne vorgängig schon kürzere erhalten zu haben.

Nach fast zwei Monaten hatten wir dann unsere Pässe zurück und unsere Befürchtungen waren alle umsonst.

JA! Das Visa ist wie gewünscht drin. Jetzt kann die abenteuerliche Reise ins tiefe Russland problemlos starten 🙂

 

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  1. Noel

    Mir hat eben gerade ein Freund aus APATITY (Murmansk Region, Russland) ein Bild des Pinzgauer (BL 54504) geschickt, den er gesehen hat!

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