Belarus – Besser als gedacht

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Allgemeine Eindrücke vom Land

Uns fällt schon früh nach dem Grenzübertritt auf, dass Belarus ein sehr sauberes Land ist. Bei jeder grösseren Raststätte oder Bushaltestelle stehen Mülleimer und der Müll ist dann auch wirklich drin und nicht weit daneben verstreut. Auch weit ab der Hauptrouten in kleinen Dörfer sehen wir keine wilden Müllhaufen und Schrott im Wald oder Ähnliches herum liegen, wie im Gegensatz zu Russland, wo Müll überall zu finden ist und Altreifen die Strassen säumen wie Gräser. Auch die Fahrzeuge sehen im Vergleich zu der Enklave Kaliningrad um einiges besser aus. Hier erblickt man nur wenige heruntergekommene Autos mit fehlenden Stossstangen oder gänzlich nicht vorhandenen Lichtern. Nein, im Gegenteil, die meisten sehen sogar ziemlich neu aus!

Die Strassen sind recht gut, wenn auch viele Nebenstrassen aus Schotter bestehen, sind diese eindeutig gepflegt. Die grösseren Strassen sind meistens zweispurig und wenn sie es mal nicht sind, werden sie einfach auf dem Pannenstreifen auf zwei Spuren erweitert. Wir sind zu Beginn noch etwas unsicher und wollen uns nicht falsch verhalten. Doch als wir sehen, dass auch die Polizei auf einer einspurigen Strasse den Pannenstreifen als rechte Spur benutzt, wie die meisten anderen Verkehrsteilnehmer auch, haben wir keine Bedenken mehr. Macht man Platz für ein Fahrzeug dass einem Überholen will, bedanken sich die meisten in Belarus mit dem Pannenblinker. Das haben wir noch in keinem anderen Land so erlebt und wir empfinden das als sehr freundlich. An den Strassenrändern stehen immer mal wieder Privatautos, die auf ihren Motorhauben Gemüse, Beeren und Pilze verkaufen und die Ampeln sind alle aus modernen LED Modulen. Ältere Leute lieben es, Kleidung im Militärlook zu tragen und die Häuser in den Dörfern sind alle klein, aus Holz und kunterbunt bemalt.


Minsk – Die grüne Hauptstadt

In Minsk gönnen wir uns das erste Mal, seit wir im April gestartet sind, ein Hotel. In der 2 Millionen Metropole gibt es leider keinen Campingplatz und das Fahrzeug möchten wir auch nicht einfach an den Strassenrand stellen. So haben wir uns ein gutes und günstiges Hotel am Stadtrand gesucht und dort stellen wir unseren YellowOne in den bewachten Hof hinter dem Haus, so müssen wir uns keine Sorgen um ihn machen und können die Stadt in Ruhe geniessen.

Mit dem Bus sind wir 4 Haltestellen später bereits im Zentrum der Stadt. Zuerst suchen wir das Touristenbüro, welches wir nach längerem rätseln in den Gassen endlich irgendwo etwas versteckt in einem Gebäude finden. Die ganze Stadt ist noch gar nicht wirklich auf grössere Mengen ausländische Touristen eingestellt. Der Tourismus hier ist erst so langsam am aufkommen und wir genissen es, dass wir fast in der eigentlichen Bevölkerung untergehen. So können wir die Stadt noch in ihrer „ursprünglichen“ Form kennen lernen. Souvenierhändler an jeder Ecke? Restaurants nur für Touristen? Fehlanzeige hier in Minsk.

Stattdessen bewundern wir die riesigen Bauten und wandern am ersten Tag einfach mal ziellos durch die Strassen und Gassen. Erst am Abend im Hotel legen wir uns einen Plan für die kommenden Tage zurecht.

Auf dem Programm stehen diverse Sehenswürdigkeiten, wie der Independence Square mit dem Lenin Monument, die Heilig Geist Kathedrale, die Upper Old Town, der Victory Square, Kilometer „Zero Kilometer of Belarus“ , die Graffiti Strasse und vieles mehr.

 

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Auch die angebotene Free Walking Tour geniessen wir sehr, bei der der junge Guide uns viele schöne Orte neben den Hauptplätzen zeigt. Er erzählt uns spannende Sachen, so viel, dass wir uns kaum alles merken können. Man fühlt sich teilweise gar nicht in einer Millionenstadt, weil einem die Stadt nicht gerade erschlägt. Sie ist sehr offen gebaut, hell, sauber und für uns auffallend grün. An jedem Eck finden wir uns in kleinen Pärken und Grünflächen wieder.
Am Ende der Tour wartet das Belarussische TV auf unsere Gruppe. Sie möchten gerne noch ein kurzes Interview mit Touristen machen. Natürlich sind wir da auch gleich dabei und versuchen auch ein wenig Werbung für unsere Webseite zu machen 🙂 Nach dieser Tour plaudern wir bei einem Bier noch lange mit Luka, er kommt aus Georgien und studiert momentan in Estland. Ihn haben wir auf der Tour kennengelernt. Wir verabreden uns für später noch in der Stadt und verbringen einen lustigen und gesprächigen Abend in den Bars von Minsk mit ihm.

 

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Bald ist auch unsere Zeit in Belarus vorbei. 14 Tage rennen in wahnsinnigem Tempo an uns vorbei und so machen wir uns am nächsten Tag wieder auf den Weg mit unserem Fahrzeug. Doch bevor wir die Grossregion Minsk komplett verlassen besuchen wir noch das riesige Kriegsdenkmal „Kurgan Slavy“ ausserhalb der Stadt. Wie erklimmen den Hügel und machen ein paar Fotos bei schönstem Wetter. Nun jedoch steht noch unser letztes Vorhaben an. Wir wollen „Belaz Truck“ besuchen. Belaz produziert den grössten Muldenkipper der Welt und diesen wollen wir uns von Nahem ansehen. Kommt ihr mit?

 

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