Da eine gute Gesundheit wichtig ist, um eine solche Reise überhaupt antreten zu können, haben wir uns intensiv mit dem Erhalt dieser auseinander gesetzt und uns mit Themen wie Krankheiten, Unfälle, Impfungen, Medikament, Reiseapotheke usw. beschäftigt.

Da wir beide den obligatorischen Nothelferkurs für die Führerprüfung schon vor einer ganzen Weile absolviert haben, war uns klar, dass wir hier eine Auffrischung benötigen. Darum haben wir im letzen Herbst vor unserer Reise noch einen Samariterkurs (ausgeweiteter Nothelfer-Kurs) absolviert. Somit konnten wir die grundlegenden Kenntnisse der ersten Hilfe nochmals aufzufrischen. Der Kurs war zwar nicht wirklich auf das Thema Langzeitreisen oder Reisen irgendwo im Nirgendwo ausgelegt, dennoch konnten wir viele Verbandstechniken und Kniffs und Tricks für im Alltag mitnehmen. Wir haben gelernt, wie man in einer Notsituation richtig reagiert und bei Bedarf seinen Partner reanimiert, stabilisiert und Verletzungen wie Brüche, Verbrennungen und Wunden aller Art richtig versorgt. Dies gibt uns ein wenig mehr Sicherheit im Alltag auf Reisen, bewegen wir uns doch oft auf Abwegen und fern ab der Zivilisation.

Aufgrund der Informationen, welche wir im Kurs erhalten haben, haben wir dann auch unsere Reiseapotheke nochmals überarbeitet und diese aufgefrischt. Wichtig waren für uns Medikamente gegen Schmerzen und Fieber, Durchfall, Allergien, Halsschmerzen und Übelkeit. Daneben nehmen wir allgemeine Arzneimittel zur äusseren Anwendung mit (Desinfektionsmittel, Wundsalben, Mückenspray, Salbe für Gelenkschmerzen etc.). Was natürlich nicht fehlen darf, sind Verbandsmaterialien wie Heftpflaster, Schnellverband, Dreiecktuch, Rettungsdecke, etc. Auch werden wir ein Fieberthermometer, Schere, Pinzette, Nadel, Faden und Einweghandschuhe dabei haben. Die genaue Zusammensetzung unserer Apotheke findet ihr hier unter Reiseapotheke.

Als verliebtes Paar aus der westlichen, aufgeklärten Zivilisation mit grosser Reiselust ist es auch wichtig, während der Reise vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt zu sein. So schafft doch die Reiselust auch Lust. Deshalb hat sich Astrid vorgängig bei ihrer Frauenärztin über die verschiedenen Möglichkeiten informiert. Es ist nämlich nicht ohne weiteres klar, ob eine Verhütungsmethode auch in fernen Länder funktioniert und vorallem so einfach erhältlich ist wie hier. Fragen, die in so einem Moment beantwortet werden sollten:

  • Wie möchte ich verhüten?
  • Ist meine Methode abhängig von einem Wirkstoff?
  • Wie wirkt sich Hitze, Kälte, Feuchtigkeit oder Notfallmedikamente auf die gewählte Methode aus?
  • Ist ein eventueller Wirkstoff in genügender Menge und gewünschter Art möglich mitzuführen? Zoll?
  • Ist der Wirkstoff auch in einem fernen Land erhältlich? Wie steht die Kultur dazu?

Wir können euch hier keine abschliessende Antwort geben, da jede Frau selbst entscheiden muss, welches Verhütungsmittel für sie persönlich unter diesen Umständen am geeignetsten ist. Deshalb ist es unerlässlich, vor einer solchen Reise mit seinem Frauenarzt ins Gespräch zu gehen.

Ebenfalls wichtig ist, dass ein möglichst guter Impfschutz für das gewünschte Reiseziel besteht. Deshalb haben wir uns auch hier lange informiert und zusammen mit einem Arzt besprochen, was für uns wichtig ist. Da wir uns vorgängig erst in Europa bewegen, sind wir grundsätzlich schon seit unserer Kindheit über die in der Schweiz empfohlenen Impfungen gut geschützt. Diese Empfehlungen finden sich im Schweizer Impfplan. Zusätzliche Impfungen werden empfohlen bei Reisen in andere Länder oder bei exponierten Berufen mit erhöhtem Risiko. Hierüber klärt jedoch der eigene Arzt auf. Bei uns jedoch wurden lediglich zur Sicherheit nochmals einige Impfungen aufgefrischt.

Zu den bereits vorhanden Impfungen empfiehlt es sich für Langzeitreisende – wie wir – auch die Hepatitis A und vorallem aber die FSME (Zeckenenzephalitis) Impfung zu erhalten. Auf Reisen mit einem Fahrzeug bewegt man sich eben doch oft in der Natur. Beabsichtigt man zusätzlich noch in sogenannte Entwicklungsländer oder den Süden Afrikas zu reisen, sollten auch Impfungen wie z.B. Tollwut,Typhus, Cholera usw. in Erwägung gezogen werden. Hier kann z.B. das Tropeninstitut eine umfassende Beratung bieten.

Ist man Brillenträger, sollte vor Abreise nochmals der Augenarzt konsultiert werden, zur Kontrolle und Ausstellung eines neuen Rezeptes. Nur für den Fall, dass eine Brille irgendwo zu Bruch gehen sollte. So hat auch ein Optiker in einem anderen Land die zuverlässigen Daten aus der Heimat für die Anfertigung einer neuen Brille. Denn Astrid ist ohne Brille blind wie ein Maulwurf, wäre doch schade auf einer solchen Reise. Auch hilfreich kann sein, eine alte Brille von füher für den Notfall mitzunehmen, auch wenn diese nicht mehr der aktuellen Dioptrie entspricht. Besser eine halbwegs geeignete Brille haben, als tagelang ohne herum zu laufen.