..vom Traum bis auf die Strasse

 

 

 

Ja, Reisen wollte ich schon immer. Als Kind schwebten mir Reisen mit dem Fahrrad und später mit dem Mopet und Anhänger vor. Irgendwie kam es dann doch nie dazu. Das Leben nahm seinen Lauf. Ich wurde älter und die Welt wurde für mich auch grösser als nur die Schweiz. Dass ich dann doch nicht mit einem Mopet und Zelt um die Welt fahren wollte, war mir dann irgendwie auch bald klar. So haben sich meine Gedanken danach immer vermehrt um ein Fahrzeug gedreht. Was sollte es sein? Was muss es können? Kann ich die Herausforderung meistern, ohne je an einem Fahrzeug auch nur eine Schraube bewegt zu haben? Fragen über Fragen und doch war die Antwort schon längst klar. Aber ich befand mich noch in Ausbildung. Mit meinem Lohn war nichts Grosses zu reissen.

Meine Ausbildung war dann nach 4 langen Jahren endlich abgeschlossen. Der erste grosse Lohn lies nicht lange auf sich warten und die Gedanken in welches Fahrzeug er investiert werden soll, eben so wenig. Ein Fahrzeug musste jetzt her, soviel war klar. Die Jagt war eröffnet,dass suchen und informieren hat begonnen. Mit den vielen Fragen im Kopf und der Unklarheit, wo mein Gefährte wohl auf mich warten würde, war der August des Jahres angebrochen. Flugtage in einem Nachbardorf fanden wie alle 2 Jahre statt. Der diesjährige Besuch sollte mir den Weg weisen. Der örtliche Zivilschutz hat die Zuschauer aus dem Dorf mit alten Schweizer Militärfahrzeugen des Typs „Steyr-Puch Pinzgauer“ befördert. Da war es wieder, dieses Gefühl. Und die Entscheidung war dann auch sogleich gefällt. Alle anderen Optionen ausgeschaltet. Meine Gier nach diesem Fahrzeug schrie ganz laut. Ein Pinzgauer sollte es sein, genau der ist richtig. Robuste Technik, simpel, einfach und trotzdem genial. Und was ist simple Technik? Dazu findet Ihr hier mehr

Die Schweizer Armee hatte nur noch wenige dieser ursprünglich österreichischen Stahl-Geschöpfe. Schnell musste es also gehen. Der Schrei danach wurde immer lauter. Endlich war es soweit! Am 13. August 2007 setzte ich meine Entscheidung in die Tat um. So fuhr ich nach Burgdorf in ein Logistikzentrum der Armee. Dort stand meine rollende Reise-Zukunft. Das Fahrzeug hatte ich eine Woche zuvor aus einer ganzen Reihe ausgesucht. Nun sollte es den Besitzer wechseln und sein neues Leben als mein Reisebegleiter beginnen.

YellowONE, damals noch in unscheinbarem Grün, stand also jetzt auf meinem Parkplatz. Tagtäglich lernten wir uns ein wenig besser kennen und wurden uns vertrauter.

Doch die Zeit der alleinigen Freude am Fahrzeug war nicht von Dauer. Alsbald begannen die Ausbaupläne Form anzunehmen. Das Internet lief förmlich heiss, andere Fahrzeuge wurden besichtigt, Ideen gesammelt und eigene eingebracht. Und dann begann der Ausbau. Was dabei mit dem grünen Sprössling geschah lest Ihr hier.